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Bei Kartenverlust ist Tempo alles

Frankfurt 26.03.2010   Wenn die EC-Karte oder die Kreditkarte verschwunden sind, ist die Aufregung groß. Doch gerade dann sollten Bankkunden einen kühlen Kopf wahren und die Karten umgehend sperren lassen. Denn sonst kann es unter Umständen teuer werden: Hat ein Dieb die Karte, kann er an einem Tag bis zu 4.000 Euro abheben, wie eine Recherche der FMH-Finanzberatung ergab.

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Kaum noch ein Geldbeutel in Deutschland ohne Maestro- oder girocard beziehungsweise Kreditkarte: Heutzutage ist es selbstverständlich, dass größere Beträge per Karte bezahlt werden oder man sich am Automaten mit Bargeld versorgt.

 

Bei einem Verlust sollte man schnell reagieren und die Karte umgehend sperren lassen. „Wer ein Handy besitzt, kann dort die Telefonnummern speichern, unter denen die Karte gesperrt werden kann“, rät Max Herbst, Inhaber der FMH-Finanzberatung. Sinnvoll sei es zudem, die Kontonummern und Bankleitzahlen im Handy zu vermerken. Am besten hinterlegt der Partner auf seinem Handy die Infos ebenfalls. Denn oft genug kommt mit der Geldbörse das Handy abhanden, etwa wenn die Handtasche gestohlen wird.

 

Die PINs der Karten sollten allerdings nie auf dem Handy gespeichert werden. Denn wird ein Telefon mit diesen Daten gestohlen, kann das Geldinstitut dem Bankkunden Fahrlässigkeit oder sogar grobe Fahrlässigkeit unterstellen. Die Konsequenz: „Die Haftungsgrenze von bis zu 150 Euro greift nicht mehr, und der Kunde haftet bis zur Kartensperrung selbst für alle unrechtmäßig belasteten Beträge“, sagt der Finanzexperte.

 

Das kann ziemlich teuer werden, wie die FMH-Finanzberatung recherchiert hat. Denn Diebe, die in den Besitz von Maestro-Karten kommen, können an einem Tag in der Regel 1.000 Euro und in der Spitze 4.000 Euro abheben, falls die Karte nicht rechtzeitig gesperrt wird. Hat der Besitzer grob fahrlässig gehandelt, kann der entsprechende Betrag definitiv verloren sein.

 

Herbst rät Bankkunden, die diese Tageslimits nicht ausschöpfen, das Tageslimit bei ihrer Bank verringern zu lassen. Die Grenze sollte nach seiner Meinung beim doppelten Betrag dessen liegen, was üblicherweise an einem Tag belastet wird.

 

Gleich ob der Kartenbesitzer eine Mitschuld trägt oder nicht –ein Entgelt für die Sperrung und die Ausstellung einer neuen Karte wird fast immer fällig. Die Preisspanne reicht von Null bis 25 Euro.

 

Die wichtigsten Telefonnummern für Kartensperrungen:

 

Kartensperrungen von MaestroCard, girocard, EC-Karte

 

01805 021021 (0,14 EUR/Minute aus dem dt. Festnetz)

Sperr-Notruf: 116 116 (bei einigen Banken nicht möglich)
Aus dem Ausland +49 30 40 50 40 50

 

Kartensperrungen von Kreditkarten:

 

MasterCard: 0800 819 1040  

Aus dem Mobilfunknetz:  +1 63 67 22 71 11

Visa: 0800  811 8440

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